Traktor Pulling

Woher kommt es?

Diese Art von Motorsport ist in den 40er-Jahren entstanden und anfangs haben US-amerikanische Farmer diese Wettbewerbe aufgestellt um zu sehen, wer das stärkste Pferd hatte. Mit der Mechanisierung hat sich der Wettbewerb auch verändert, sodass jetzt zwei Ackerschlepper mit einer Kette zusammengebunden wurden um gegeneinander anzutreten wie beim Tauziehen.

In den 70er-Jahren kam die Sportart dann nach Europa und nach Deutschland. 1980 wurde dann die Deutsche Trecker Treck Organisation gegründet. In Twistringen gehen Standardtraktoren sowie Oldtimer aus verschiedenen Gewichts- und Leistungsklassen an den Start.

Es wird ein Bremswagen angekoppelt, um den Schleppvorgang immer und immer schwieriger werden zu lassen. Sieger ist der Fahrer, der die längste Distanz hinter sich bringt, bis er stehen bleibt.

Vom Ochsenpflug zum Hightech-Trecker

Bereits in der Steinzeit habe die Menschen begonnen Hilfsmittel für den Ackerbau zu entwickeln um die Arbeiten leichter und effizienter zu machen.

Nach und nach wurde die landwirtschaftliche Arbeit durch die Hinzunahme von Pferden und Ochsen erleichtert. Zunächst für den Transport von Lasten oder das kraftaufwendige Pflügen.

Es entstanden die ersten Gerätschaften.

Mit der Erfindung der Dampfmaschine gegen Ende des 18. Jahrhunderts und ihrer Verwendung als Antrieb war es nur noch eine Frage der Zeit bis diese Technologie auch für den Ackerbau Einzug hielt.

In der Mitte der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts etablierte sich dann die Verwendung selbstfahrender Lokomobile, also Dampftraktoren, zum unmittelbaren Zug von landwirtschaftlichen Geräten. Aufgrund des hohen Gewichts einer Lokomobile im Vergleich zur Antriebsleistung eigneten sich diese aber nur auf besonders tragfähigen Böden wie denjenigen der amerikanischen Prärie, nicht jedoch auf den verbreitet tiefgründigeren und weniger tragfähigen Ackerböden Europas.

Mit Etablierung des Verbrennungsmotors ab etwa der Wende zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert wurden alsbald auch Schlepper mit diesen ausgerüstet, sie unterschieden sich aber noch nicht wesentlich von den Dampftraktoren und waren daher auch nur unter ähnlichen Bedingungen einsetzbar.

Eine vergleichbare Entwicklung trat in Deutschland erst ab Mitte der 1920er Jahre insbesondere mit dem in seinem ersten Modell bereits 1921 erschienen Lanz Bulldog ein, dessen im Vergleich zum Ottomotor ohnehin sparsamerer Glühkopfmotor die Verwendung des in Deutschland erheblich billigeren Rohöls erlaubte. Diese sehr bekannte Konstruktion wurde auch nach dem Zweiten Weltkrieg gefertigt und diente als Vorbild für viele Nachbauten weltweit.

Ab Beginn der 1930er Jahre setzte sich in Europa der Dieselmotor als Antriebsquelle durch, während in Amerika noch einige Zeit auch Benzinmotoren zum Einsatz kamen. Bis in die 1960er Jahre hatten Traktoren eher geringe Motorleistungen, dafür jedoch hohe Drehmomente und stark untersetzte Getriebe. Moderne Traktoren weisen vielfach über 100 kW Leistung auf und können manchmal bis zu 80 km/h Geschwindigkeit erreichen.

Quelle: Wikipedia